Historie
Seit 1871 in Prettin.
Die Schladitz milwa GmbH blickt auf eine über 150-jährige Tradition als Hersteller von Produkten der Haushaltchemie zurück.
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1818Der Ursprung
Ein Seifensieder aus Bad Schmiedeberg.
Die heutige Schladitz milwa GmbH ist ein „Nachfahre“ des Handwerksbetriebs von Gottlieb Wilhelm Schladitz – einem 1818 in Bad Schmiedeberg (Landkreis Wittenberg) geborenen Seifensieder.
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1871Gründung
Eine Seifensiederei in Prettin.
Sein Sohn, Carl Moritz Schladitz, siedelt nach Prettin über und gründet hier 1871 eine Seifensiederei. Die Seife wird im Landhandel und in einem eigenen Ladengeschäft verkauft.

Die Seifenfabrik C. M. Schladitz & Co. in Prettin/Elbe – historische Postkarte. -
bis 1939Wachstum
Direktvertrieb mit eigenen Filialen.
Bis 1939 werden vorwiegend Kern-, Fein- und Schmierseife sowie Waschmittel gefertigt – Letzteres im sogenannten Tennenverfahren.
Die Artikel gehen im Direktvertrieb an die Verbraucher. Dafür entstehen zahlreiche Filialen und Auslieferungslager, unter anderem in Naumburg, Braunschweig und Cottbus. Das Unternehmen firmiert als C. M. Schladitz & Co.
130+Artikel der Haushaltchemie115Vertreter im Verkauf32kleine Lieferwagen8mittlere LKW
Waschpulverproduktion im Tennenverfahren, um 1930. 
Lieferwagen „Schladitz Seifen, Prettin/Elbe“. -
1946Nachkriegszeit
Hunderttausende Pakete pro Quartal.
Nach dem Zweiten Weltkrieg bleibt das Unternehmen im Besitz der Familie Schladitz, die Direktvermarktung wird jedoch eingestellt. 1946 arbeiten hier 146 Beschäftigte.
Hinzu kommen weitere Artikel wie das Scheuerpulver „Küchenglanz“, die Haushaltsschmierseife „Juttal“ und diverse Flüssigreiniger.
200.000Stück Kernseife500.000Pakete Waschpulver800.000Stück Fein- und ToilettenseifeProduktion im II. Quartal 1946.

Historische Verpackung: Schladitz „Irmal“. -
1958Halbstaatlich
Staatliche Beteiligung – und Export.
Ab dem 1. Januar 1958 wird dem damaligen Inhaber Dr. Erwin Schladitz „eine staatliche Beteiligung aufgezwungen“: Das Unternehmen wird als halbstaatliche C. M. Schladitz & Co. KG weitergeführt. Erreicht wird dies durch die staatliche Beschränkung des Verkaufs von Schladitz-Seifen an die Handelsketten KONSUM und HO.
Ab 1958 gehen Seifen aus Prettin in den Export – nach Holland, England, Finnland, Belgien, West-Berlin und Singapur.
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1960 – 1970Umprofilierung
Vom Seifenwerk zum Waschpulver.
Langsam, aber stetig wandelt sich das Sortiment: Zugunsten der pulverförmigen Wasch- und Reinigungsmittel wird die Fertigung von Kern-, Toiletten- und Feinseife zurückgefahren.
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1972Enteignung
VEB Waschmittelwerk Prettin.
1972 folgt die vollständige Enteignung der C. M. Schladitz & Co. KG. Das Werk wird als VEB Waschmittelwerk Prettin weitergeführt und gehört bis 1990 verschiedenen übergeordneten Kombinatsbetrieben an. Durch Investitionen wird die Waschpulverproduktion modernisiert und erweitert.
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1972 – 1990Kapazität
Aus 8.000 werden 19.000 Tonnen.
Jahreskapazität Waschpulver 197219801984Die Seifenproduktion wird Mitte der 1970er Jahre eingestellt. Lediglich Schmierseife für die industrielle Nutzung – etwa als Reinigungs- und Gleitmittel für die Reifenindustrie und die Getränkeabfüllung – entsteht noch bis 1990 am Ur-Stammsitz in der Hohen Straße 7 in Prettin.

AKTIV-Schmierseife – Verpackung aus DDR-Zeiten. -
1990 – 1991Wende
Zurück an die Familie Schladitz.
Mit der politischen und wirtschaftlichen Wende löst sich das VEB Waschmittelwerk ab 1990 aus dem Agrochemischen Kombinat Piesteritz (Landkreis Wittenberg). 1991 wird das Unternehmen aus der Treuhand an die Familie Schladitz zurückübertragen.
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HeutePulverspezialist
Spezialisiert auf Pulver.
Heute stellt die Schladitz milwa GmbH ausschließlich pulverförmige Wasch- und Reinigungsmittel her und kann diese flexibel konfektionieren.
„Gutes Waschmittel wird hier seit ewig langer Zeit hergestellt.“
5 von 5 Sternen – Cora B.Öffentliche Google-Bewertung, gekürzt · nicht auf einen Kauf geprüft